Libyen Lebenserwartung bei der Geburt

Die Anzahl der Jahre, die ein Neugeborenes leben würde, wenn die vorherrschenden Sterblichkeitsmuster unverändert bleiben.

Neueste verfügbare Daten

Diese Seite verwendet die neueste verfügbare Beobachtung von World Bank (2024). Datensätze auf Länderebene hinken dem aktuellen Kalenderjahr oft hinterher, da sie von offiziellen Meldungen und Validierungen abhängen.

World Bank 2024
Aktueller Wert (2024)
71,12 Jahre
Globale Rangliste
#145 von 215
Datenabdeckung
1960–2024

Historischer Trend

37,38 45,47 53,56 61,65 69,74 77,83 19601969197819871996200520142024
Historischer Trend

Übersicht

Libyen — Lebenserwartung bei der Geburt betrug 71,12 Jahre im Jahr 2024, Rang #145 von 215 Ländern.

Libyen — zwischen 1960 und 2024 änderte sich Lebenserwartung bei der Geburt von 40,75 auf 71,12 (74.5%).

Libyen — im vergangenen Jahrzehnt änderte sich Lebenserwartung bei der Geburt um -0.3%, von 71,3 Jahre im Jahr 2014 auf 71,12 Jahre im Jahr 2024.

Wo ist Libyen?

Libyen

Kontinent
Afrika
Land
Libyen
Koordinaten
25.00°, 17.00°

Historische Daten

Jahr Wert
1960 40,75 Jahre
1961 42,36 Jahre
1962 44,08 Jahre
1963 45,58 Jahre
1964 47,65 Jahre
1965 49,28 Jahre
1966 50,95 Jahre
1967 52,46 Jahre
1968 53,85 Jahre
1969 55,17 Jahre
1970 56,38 Jahre
1971 57,58 Jahre
1972 58,69 Jahre
1973 59,71 Jahre
1974 60,71 Jahre
1975 61,62 Jahre
1976 62,45 Jahre
1977 63,13 Jahre
1978 63,8 Jahre
1979 64,33 Jahre
1980 64,8 Jahre
1981 65,26 Jahre
1982 65,77 Jahre
1983 66,26 Jahre
1984 66,75 Jahre
1985 67,29 Jahre
1986 67,81 Jahre
1987 68,26 Jahre
1988 68,61 Jahre
1989 68,98 Jahre
1990 69,31 Jahre
1991 69,64 Jahre
1992 69,97 Jahre
1993 70,25 Jahre
1994 70,47 Jahre
1995 70,64 Jahre
1996 70,74 Jahre
1997 70,72 Jahre
1998 70,66 Jahre
1999 70,6 Jahre
2000 70,54 Jahre
2001 70,65 Jahre
2002 70,79 Jahre
2003 71 Jahre
2004 71,21 Jahre
2005 71,44 Jahre
2006 71,63 Jahre
2007 71,79 Jahre
2008 71,94 Jahre
2009 72,07 Jahre
2010 72,2 Jahre
2011 69,95 Jahre
2012 72,19 Jahre
2013 72,34 Jahre
2014 71,3 Jahre
2015 71,64 Jahre
2016 71,8 Jahre
2017 72,72 Jahre
2018 73,15 Jahre
2019 72,94 Jahre
2020 72,39 Jahre
2021 72,06 Jahre
2022 74,46 Jahre
2023 69,34 Jahre
2024 71,12 Jahre

Globaler Vergleich

Unter allen Ländern hat Monaco den höchsten Lebenserwartung bei der Geburt mit 86,5 Jahre, während Nigeria den niedrigsten mit 54,64 Jahre hat.

Libyen — dieser Wert liegt knapp über: Kambodscha (70,82 Jahre) und knapp unter: Indonesien (71,29 Jahre).

Definition

Die Lebenserwartung ist ein statistisches Maß, das die durchschnittliche Anzahl der Jahre angibt, die eine Person basierend auf den aktuellen Sterberaten voraussichtlich leben wird. Die gebräuchlichste Version ist die Lebenserwartung bei der Geburt, die die Lebensspanne eines Neugeborenen schätzt, wenn die Sterberaten in allen Altersgruppen während seines gesamten Lebens konstant bleiben. Dieser Indikator dient als primäres Maß für die allgemeine Gesundheit einer Bevölkerung und die Wirksamkeit ihrer Gesundheitssysteme. Er wird mithilfe einer Sterbetafel berechnet, die eine hypothetische Kohorte von 100.000 Personen verfolgt, während sie verschiedene Altersintervalle durchlaufen. Durch Anwendung altersspezifischer Sterberaten bestimmen Statistiker die Wahrscheinlichkeit, das nächste Intervall zu erreichen. Da es sich um ein Periodenmaß handelt, berücksichtigt es keine künftigen medizinischen Durchbrüche oder unvorhergesehenen Gesundheitskrisen, die während der tatsächlichen Lebenszeit einer Person auftreten könnten. Stattdessen bietet es eine Momentaufnahme des aktuellen Gesundheitsumfelds und spiegelt Faktoren wie sanitäre Einrichtungen, Ernährung, Krankheitsprävalenz und Zugang zu medizinischer Versorgung wider. Obwohl sie oft mit der maximalen Lebensspanne verwechselt wird, ist die Lebenserwartung ein arithmetisches Mittel, das stark von der Säuglings- und Kindersterblichkeit beeinflusst wird.

Formel

Lebenserwartung bei der Geburt (e0) = T0 ÷ l0

Methodik

Die Berechnung der Lebenserwartung stützt sich auf altersspezifische Sterberaten, die aus nationalen Standesämtern und Vitalstatistiksystemen gewonnen werden. Diese Systeme erfassen jede Geburt und jeden Todesfall innerhalb eines Landes und liefern die genauesten Daten für die Modellierung. In vielen Entwicklungsländern sind die Registrierungssysteme jedoch unvollständig oder nicht vorhanden. In solchen Fällen nutzen internationale Organisationen wie die Vereinten Nationen und die Weltgesundheitsorganisation alternative Daten aus nationalen Volkszählungen und Haushaltsbefragungen, wie den Demographic and Health Surveys. Diese Quellen helfen dabei, Sterblichkeitsmuster durch indirekte demografische Methoden zu schätzen. Einschränkungen ergeben sich aus der Untererfassung von Säuglingstodesfällen und Ungenauigkeiten bei Altersangaben in älteren Bevölkerungsgruppen. Um die Vergleichbarkeit zu gewährleisten, wenden Organisationen oft standardisierte Anpassungen und mathematische Modelle an, um Daten zu glätten und Lücken zu füllen, obwohl diese Schätzungen in Regionen mit begrenzter administrativer Infrastruktur höhere Fehlermargen aufweisen können.

Methodikvarianten

  • Perioden-Lebenserwartung. Diese Standardvariante berechnet die durchschnittliche Lebensspanne basierend auf den Sterberaten aller Altersgruppen in einem einzelnen Jahr und dient als Momentaufnahme der gegenwärtigen Bedingungen.
  • Kohorten-Lebenserwartung. Diese Version berechnet die durchschnittliche Lebensspanne einer bestimmten Gruppe von Menschen, die im selben Jahr geboren wurden, indem sie verfolgt werden, bis jedes Mitglied verstorben ist.
  • Gesunde Lebenserwartung (HALE). Diese Kennzahl passt die Standard-Lebenserwartung an, indem sie die durchschnittliche Anzahl der Jahre abzieht, die aufgrund von Krankheit oder Verletzung in schlechter Gesundheit verbracht wurden, um die Lebensqualität zu messen.

Wie sich Quellen unterscheiden

Datenabweichungen treten häufig zwischen der Weltgesundheitsorganisation und den World Population Prospects der Vereinten Nationen auf, da unterschiedliche Methoden zur Schätzung der Übersterblichkeit während Krisen verwendet werden. Darüber hinaus können nationale Statistiken von internationalen Schätzungen abweichen, wenn ein Land eine andere demografische Modellierung für Binnenmigration oder Altersgruppen-Gewichtung verwendet.

Was ist ein guter Wert?

Eine Lebenserwartung von über 80 Jahren gilt als sehr hoch und ist typisch für fortgeschrittene Volkswirtschaften mit robusten sozialen Sicherungssystemen. Der globale Median liegt derzeit bei etwa 73 Jahren, während Werte unter 60 Jahren oft auf erhebliche systemische Herausforderungen wie weit verbreitete Armut, Konflikte oder schwere Gesundheitskrisen hindeuten.

Weltrangliste

Lebenserwartung bei der Geburt Ranking für 2024 basierend auf Daten von World Bank, umfasst 215 Länder.

Lebenserwartung bei der Geburt — Weltrangliste (2024)
Rang Land Wert
1 Monaco 86,5 Jahre
2 San Marino 85,82 Jahre
3 Sonderverwaltungsregion Hongkong 85,39 Jahre
4 Kuwait 84,58 Jahre
5 Schweiz 84,41 Jahre
6 Liechtenstein 84,2 Jahre
7 Französisch-Polynesien 84,19 Jahre
8 Andorra 84,19 Jahre
9 Schweden 84,06 Jahre
10 Japan 84,04 Jahre
145 Libyen 71,12 Jahre
211 Lesotho 57,8 Jahre
212 Südsudan 57,74 Jahre
213 Zentralafrikanische Republik 57,67 Jahre
214 Tschad 55,24 Jahre
215 Nigeria 54,64 Jahre
Vollständige Ranglisten anzeigen

Globale Trends

Im letzten Jahrhundert ist die weltweite Lebenserwartung dramatisch gestiegen und hat sich seit den frühen 1900er Jahren mehr als verdoppelt. Jüngste Daten zeigen, dass der globale Durchschnitt etwa 73 Jahre erreicht hat, obwohl dieser Fortschritt nicht linear verlief. Historische Gewinne wurden primär durch massive Senkungen der Säuglingssterblichkeit, die Einführung von Antibiotika und weit verbreitete Impfprogramme zur Kontrolle von Infektionskrankheiten erzielt. Im späten 20. Jahrhundert verlängerten Verbesserungen bei der Behandlung chronischer Leiden wie Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Schlaganfällen die Lebensspanne in einkommensstarken Ländern weiter. Die globale Pandemie verursachte jedoch den ersten signifikanten Rückgang der weltweiten Lebenserwartung seit Jahrzehnten, obwohl jüngste Schätzungen auf eine stetige Erholung in Richtung des Niveaus vor der Pandemie hindeuten. Aktuelle Trends unterstreichen zudem ein anhaltendes Geschlechtergefälle, wobei Frauen weltweit im Durchschnitt etwa 5 Jahre länger leben als Männer. Mit zunehmendem Alter der Bevölkerung verschiebt sich der Fokus immer mehr von der bloßen Lebensverlängerung hin zur Verbesserung der Qualität dieser Jahre, was sich in der wachsenden Bedeutung von Kennzahlen zur gesunden Lebenserwartung widerspiegelt, die Behinderungen berücksichtigen.

Regionale Muster

Die regionale Lebenserwartung offenbart eine starke Kluft zwischen dem globalen Norden und Süden, die weitgehend durch sozioökonomische Faktoren und den Zugang zur Gesundheitsversorgung getrieben wird. In Regionen wie Westeuropa, Ostasien und Nordamerika übersteigt die Lebenserwartung oft 80 Jahre, unterstützt durch hohe Lebensstandards und eine fortschrittliche geriatrische Versorgung. Im Gegensatz dazu verzeichnet Subsahara-Afrika die niedrigsten Durchschnittswerte, häufig unter 65 Jahren, aufgrund der historischen Auswirkungen der HIV/AIDS-Epidemie und einer hohen Müttersterblichkeit. Einige der schnellsten Verbesserungen sind jedoch derzeit in Ostafrika und Südasien zu beobachten, wo gesundheitspolitische Interventionen die Todesfälle durch übertragbare Krankheiten drastisch reduziert haben. Interessanterweise melden einige Regionen mit mittlerem Einkommen, wie Teile Lateinamerikas, Lebenserwartungen, die mit denen wohlhabenderer Nationen konkurrieren, was zeigt, dass Faktoren wie sozialer Zusammenhalt und Ernährung neben wirtschaftlichem Wohlstand eine Rolle spielen. Die Geografie beeinflusst die Sterblichkeit auch durch Umweltfaktoren und die Prävalenz tropischer Krankheiten.

Über diese Daten
Quelle
World Bank SP.DYN.LE00.IN
Definition
Die Anzahl der Jahre, die ein Neugeborenes leben würde, wenn die vorherrschenden Sterblichkeitsmuster unverändert bleiben.
Abdeckung
Daten für 215 Länder (2024)
Einschränkungen
Daten können für einige Länder 1-2 Jahre verzögert sein. Die Abdeckung variiert je nach Indikator.

Häufig gestellte Fragen

Libyen — Lebenserwartung bei der Geburt betrug 71,12 Jahre im Jahr 2024, Rang #145 von 215 Ländern.

Libyen — zwischen 1960 und 2024 änderte sich Lebenserwartung bei der Geburt von 40,75 auf 71,12 (74.5%).

Die Perioden-Lebenserwartung bietet eine statistische Momentaufnahme, die die Sterberisiken aller Altersgruppen in einem einzelnen Jahr misst, unter der Annahme, dass ein Neugeborener während seiner gesamten Existenz auf genau diese Risiken stoßen wird. Dieses Maß ist der globale Standard, da es keine Jahrzehnte an Daten zur Berechnung benötigt, im Gegensatz zur Kohorten-Lebenserwartung, die Menschen bis zum Tod verfolgt.

Biologische Faktoren, wie die schützende Wirkung von Östrogen und ein robusteres Immunsystem, tragen wesentlich zum Langlebigkeitsgefälle bei, das dazu führt, dass Frauen in fast jeder Weltregion länger leben als Männer. Auch Verhaltensfaktoren spielen eine Rolle, da Männer eher zu risikoreichen Gewohnheiten neigen und höhere Raten an Herz-Kreislauf-Erkrankungen aufweisen.

Die Säuglingssterblichkeit hat einen unverhältnismäßig großen Einfluss auf die Lebenserwartung bei der Geburt, da der Tod eines Kindes den Verlust vieler potenzieller Lebensjahre im Vergleich zum Tod eines älteren Menschen darstellt. Wenn ein Land seine Säuglingssterblichkeitsrate senkt, zeigt der mathematische Durchschnitt der Lebenserwartung für die gesamte Bevölkerung einen schnellen und sehr dramatischen Anstieg.

Die Lebenserwartung ist ein statistischer Durchschnitt für eine gesamte Bevölkerung, während sich die Lebensspanne auf die maximale Anzahl von Jahren bezieht, die ein einzelnes Mitglied einer Spezies biologisch in der Lage ist zu leben. Eine Person kann weit über die durchschnittliche Lebenserwartung ihres Landes hinaus leben, und aktuelle Daten zeigen, dass die maximale menschliche Lebensspanne weiterhin bei etwa 120 Jahren liegt.

Es gibt eine starke positive Korrelation zwischen dem Einkommen einer Nation und ihrer Lebenserwartung, da wohlhabendere Länder ihren Bürgern eine bessere Ernährung, saubereres Wasser und eine fortschrittlichere medizinische Versorgung bieten. Jüngste Daten deuten darauf hin, dass Menschen in einkommensstarken Nationen heute im Durchschnitt etwa 15 bis 20 Jahre länger leben als diejenigen in den einkommensschwächsten Ländern.

Die gesunde Lebenserwartung, allgemein bekannt als HALE, ist ein Maß, das die Anzahl der Jahre schätzt, die eine Person voraussichtlich in voller Gesundheit leben kann, indem die mit Behinderungen gelebten Jahre abgezogen werden. Während sich die Standard-Lebenserwartung auf die Gesamtquantität des Lebens konzentriert, bietet HALE wesentliche Einblicke in die Qualität dieser Jahre und die Belastung des Gesundheitssystems.

Libyen, Lebenserwartung bei der Geburt — die Zahlen stammen aus der World Bank Open Data API, die Berichte von nationalen Statistikämtern und verifizierten internationalen Organisationen aggregiert. Der Datensatz wird jährlich aktualisiert, sobald neue Daten eintreffen, typischerweise mit einer Verzögerung von 1–2 Jahren.