Ruanda CO₂-Emissionen pro Kopf
Kohlendioxidemissionen pro Person ohne LULUCF, unter Verwendung der IPCC AR5 GWP-Faktoren. Quelle: EDGAR Community GHG Database.
Diese Seite verwendet die neueste verfügbare Beobachtung von World Bank / EDGAR (2024). Datensätze auf Länderebene hinken dem aktuellen Kalenderjahr oft hinterher, da sie von offiziellen Meldungen und Validierungen abhängen.
Historischer Trend
Übersicht
Ruanda — CO₂-Emissionen pro Kopf betrug 0,16 t CO₂e/Kopf im Jahr 2024, Rang #184 von 203 Ländern.
Ruanda — zwischen 1970 und 2024 änderte sich CO₂-Emissionen pro Kopf von 0,02 auf 0,16 (549.9%).
Ruanda — im vergangenen Jahrzehnt änderte sich CO₂-Emissionen pro Kopf um 92.1%, von 0,08 t CO₂e/Kopf im Jahr 2014 auf 0,16 t CO₂e/Kopf im Jahr 2024.
Wo ist Ruanda?
Ruanda
- Kontinent
- Afrika
- Land
- Ruanda
- Koordinaten
- -2.00°, 30.00°
Historische Daten
| Jahr | Wert |
|---|---|
| 1970 | 0,02 t CO₂e/Kopf |
| 1971 | 0,02 t CO₂e/Kopf |
| 1972 | 0,03 t CO₂e/Kopf |
| 1973 | 0,03 t CO₂e/Kopf |
| 1974 | 0,02 t CO₂e/Kopf |
| 1975 | 0,03 t CO₂e/Kopf |
| 1976 | 0,03 t CO₂e/Kopf |
| 1977 | 0,03 t CO₂e/Kopf |
| 1978 | 0,03 t CO₂e/Kopf |
| 1979 | 0,03 t CO₂e/Kopf |
| 1980 | 0,07 t CO₂e/Kopf |
| 1981 | 0,08 t CO₂e/Kopf |
| 1982 | 0,08 t CO₂e/Kopf |
| 1983 | 0,08 t CO₂e/Kopf |
| 1984 | 0,07 t CO₂e/Kopf |
| 1985 | 0,07 t CO₂e/Kopf |
| 1986 | 0,07 t CO₂e/Kopf |
| 1987 | 0,07 t CO₂e/Kopf |
| 1988 | 0,08 t CO₂e/Kopf |
| 1989 | 0,08 t CO₂e/Kopf |
| 1990 | 0,07 t CO₂e/Kopf |
| 1991 | 0,07 t CO₂e/Kopf |
| 1992 | 0,06 t CO₂e/Kopf |
| 1993 | 0,06 t CO₂e/Kopf |
| 1994 | 0,07 t CO₂e/Kopf |
| 1995 | 0,08 t CO₂e/Kopf |
| 1996 | 0,07 t CO₂e/Kopf |
| 1997 | 0,06 t CO₂e/Kopf |
| 1998 | 0,06 t CO₂e/Kopf |
| 1999 | 0,06 t CO₂e/Kopf |
| 2000 | 0,08 t CO₂e/Kopf |
| 2001 | 0,08 t CO₂e/Kopf |
| 2002 | 0,1 t CO₂e/Kopf |
| 2003 | 0,08 t CO₂e/Kopf |
| 2004 | 0,08 t CO₂e/Kopf |
| 2005 | 0,08 t CO₂e/Kopf |
| 2006 | 0,08 t CO₂e/Kopf |
| 2007 | 0,07 t CO₂e/Kopf |
| 2008 | 0,07 t CO₂e/Kopf |
| 2009 | 0,07 t CO₂e/Kopf |
| 2010 | 0,07 t CO₂e/Kopf |
| 2011 | 0,07 t CO₂e/Kopf |
| 2012 | 0,08 t CO₂e/Kopf |
| 2013 | 0,09 t CO₂e/Kopf |
| 2014 | 0,08 t CO₂e/Kopf |
| 2015 | 0,1 t CO₂e/Kopf |
| 2016 | 0,1 t CO₂e/Kopf |
| 2017 | 0,11 t CO₂e/Kopf |
| 2018 | 0,12 t CO₂e/Kopf |
| 2019 | 0,12 t CO₂e/Kopf |
| 2020 | 0,11 t CO₂e/Kopf |
| 2021 | 0,13 t CO₂e/Kopf |
| 2022 | 0,16 t CO₂e/Kopf |
| 2023 | 0,16 t CO₂e/Kopf |
| 2024 | 0,16 t CO₂e/Kopf |
Globaler Vergleich
Unter allen Ländern hat Palau den höchsten CO₂-Emissionen pro Kopf mit 82,84 t CO₂e/Kopf, während Tuvalu den niedrigsten mit 0 t CO₂e/Kopf hat.
Ruanda — dieser Wert liegt knapp über: Guinea-Bissau (0,16 t CO₂e/Kopf) und knapp unter: Uganda (0,17 t CO₂e/Kopf).
Definition
Die Kohlendioxid-Emissionen (CO2) pro Kopf messen die durchschnittliche Menge an CO2, die von jeder Person innerhalb eines bestimmten geografischen Gebiets, in der Regel eines Landes, ausgestoßen wird. Dieser Indikator ist eine Standardmetrik zum Vergleich der Kohlenstoffintensität von Lebensstilen und industriellen Aktivitäten in verschiedenen Bevölkerungsgruppen. Er konzentriert sich auf CO2, das bei der Verbrennung fossiler Brennstoffe wie Kohle, Öl und Gas sowie bei industriellen Prozessen wie der Zementherstellung entsteht. Durch die Division der gesamten jährlichen Emissionen einer Nation durch ihre Bevölkerung zur Jahresmitte können Forscher den individuellen Beitrag zum Klimawandel unabhängig von der absoluten Größe des Landes bewerten. Diese Kennzahl verdeutlicht die Disparität zwischen einkommensstarken, industrialisierten Nationen und Entwicklungsländern. Während die gesamten nationalen Emissionen für die globalen Klimaziele entscheidend sind, bieten Pro-Kopf-Daten eine differenziertere Sicht auf Gerechtigkeit und Ressourcenverbrauch. Sie dienen als wichtiges Instrument für politische Entscheidungsträger zur Festlegung von Reduktionszielen und für internationale Gremien zur Überwachung der Fortschritte bei globalen Klimaabkommen.
Formel
CO2 pro Kopf = Gesamte jährliche CO2-Emissionen (in Kilogramm) ÷ Gesamtbevölkerung
Methodik
Die Datenerhebung für diesen Indikator stützt sich auf die Kombination von Energieverbrauchsstatistiken mit Bevölkerungszahlen. Zu den wichtigsten Quellen gehören das Global Carbon Project, die Internationale Energieagentur (IEA) und die Weltbank. Emissionen werden in der Regel anhand nationaler Inventare des Brennstoffverbrauchs und Standard-Emissionsfaktoren für verschiedene Brennstoffarten geschätzt. Es gibt jedoch inhärente Einschränkungen. Territorialbasierte Messungen – die gängigste Methode – berücksichtigen Emissionen, die innerhalb der Landesgrenzen entstehen, ignorieren jedoch Emissionen im Zusammenhang mit importierten Gütern. Dies kann zu einer Unterberichterstattung für konsumstarke Nationen führen, die ihre Produktion auslagern. Zudem variiert die Datenqualität erheblich zwischen den Ländern; Industrienationen verfügen oft über strengere Berichtssysteme, während Schätzungen für Entwicklungsregionen auf weniger präzisen Energiebilanzdaten beruhen können. Bevölkerungsdaten, die als Nenner dienen, stammen in der Regel aus der Revision 2024 der World Population Prospects oder nationalen Volkszählungen, die eigene Fehlermargen aufweisen.
Methodikvarianten
- Territoriale Emissionen. Das Standardmaß, das alles CO2 berücksichtigt, das innerhalb der physischen Grenzen eines Landes produziert wird, einschließlich internationaler Exporte.
- Konsumbasierte Emissionen. Eine Kennzahl, die territoriale Emissionen anpasst, indem sie in Importen enthaltenes CO2 addiert und in Exporten enthaltenes CO2 subtrahiert.
- CO2-Äquivalent (CO2e). Ein breiteres Maß, das andere Treibhausgase wie Methan und Distickstoffoxid einschließt, umgerechnet in eine entsprechende Menge CO2.
Wie sich Quellen unterscheiden
Verschiedene Organisationen können unterschiedliche Zahlen melden, da Bunkeröle oder Landnutzungsänderungen einbezogen werden; das Global Carbon Project berücksichtigt oft Landnutzungsdaten, während sich die IEA auf die Brennstoffverbrennung konzentriert.
Was ist ein guter Wert?
Ein globaler Durchschnitt liegt normalerweise bei etwa 4.700 kg pro Person. Einkommensstarke Nationen überschreiten oft 10.000 kg pro Kopf, während nachhaltige Niveaus zur Begrenzung der globalen Erwärmung auf 1,5 °C Ziele unter 2.000 kg pro Person erfordern.
Weltrangliste
CO₂-Emissionen pro Kopf Ranking für 2024 basierend auf Daten von World Bank / EDGAR, umfasst 203 Länder.
| Rang | Land | Wert |
|---|---|---|
| 1 | Palau | 82,84 t CO₂e/Kopf |
| 2 | Katar | 47,33 t CO₂e/Kopf |
| 3 | Bahrain | 23,9 t CO₂e/Kopf |
| 4 | Kuwait | 23,67 t CO₂e/Kopf |
| 5 | Brunei Darussalam | 20,24 t CO₂e/Kopf |
| 6 | Trinidad und Tobago | 19,58 t CO₂e/Kopf |
| 7 | Oman | 18,65 t CO₂e/Kopf |
| 8 | Saudi-Arabien | 18,48 t CO₂e/Kopf |
| 9 | Vereinigte Arabische Emirate | 18,26 t CO₂e/Kopf |
| 10 | Neukaledonien | 17,08 t CO₂e/Kopf |
| 184 | Ruanda | 0,16 t CO₂e/Kopf |
| 199 | Amerikanische Jungferninseln | 0 t CO₂e/Kopf |
| 200 | Guam | 0 t CO₂e/Kopf |
| 201 | Mikronesien | 0 t CO₂e/Kopf |
| 202 | Nauru | 0 t CO₂e/Kopf |
| 203 | Tuvalu | 0 t CO₂e/Kopf |
Globale Trends
Jüngste Daten zeigen ein komplexes Bild der globalen Kohlenstoffemissionen. Während die globalen Gesamtemissionen in den letzten Jahrzehnten Rekordhöhen erreicht haben, haben die Pro-Kopf-Emissionen in vielen entwickelten Volkswirtschaften begonnen zu sinken. Dieses Phänomen, bekannt als Entkopplung, tritt auf, wenn Wirtschaftswachstum ohne einen proportionalen Anstieg des Kohlenstoffausstoßes erreicht wird, oft durch einen Übergang zu erneuerbaren Energien und verbesserte Energieeffizienz. Im Gegensatz dazu verzeichnen Schwellenländer steigende Pro-Kopf-Emissionen im Zuge ihrer Industrialisierung und des Ausbaus des Zugangs zu Elektrizität. Der globale Durchschnitt ist im letzten Jahrzehnt relativ stabil geblieben, was jedoch erhebliche Verschiebungen zwischen den Regionen verdeckt. Technologische Fortschritte bei Elektrofahrzeugen und Solarenergie tragen in einigen Sektoren zum Abwärtsdruck auf die Emissionen bei. Die Abhängigkeit von Kohle in mehreren großen Entwicklungsländern gleicht diese Gewinne jedoch weiterhin aus. Aktuelle Schätzungen deuten darauf hin, dass ohne aggressivere politische Interventionen ein rascher globaler Rückgang der Pro-Kopf-Emissionen eine große Herausforderung für die internationalen Klimaziele bleibt.
Regionale Muster
Die regionalen Unterschiede bei den CO2-Emissionen pro Kopf sind eklatant. Nordamerika und der Nahe Osten melden konsistent einige der höchsten Werte, die oft 15.000 kg pro Person überschreiten, was auf kohlenstoffintensive Industrien, hohen Energieverbrauch für Kühlung oder Heizung und Stadtplanungen zurückzuführen ist, die Privatfahrzeuge bevorzugen. Im Nahen Osten erhöhen die Gewinnung und Verarbeitung fossiler Brennstoffe diese Zahlen weiter. Europäische Nationen halten im Allgemeinen ein moderates Niveau, oft zwischen 5.000 kg und 8.000 kg, was kompaktere Städte und eine strengere Klimapolitik widerspiegelt. Umgekehrt melden Regionen wie Subsahara-Afrika und Teile Südostasiens sehr niedrige Pro-Kopf-Emissionen, oft weniger als 1.000 kg pro Person. Diese Variationen verdeutlichen die Emissionslücke zwischen den reichsten und ärmsten Bevölkerungsgruppen der Welt, wobei die obersten 10 Prozent der Emittenten für fast die Hälfte des gesamten globalen CO2-Ausstoßes verantwortlich sind.
Über diese Daten
- Quelle
- World Bank / EDGAR
EN.GHG.CO2.PC.CE.AR5 - Definition
- Kohlendioxidemissionen pro Person ohne LULUCF, unter Verwendung der IPCC AR5 GWP-Faktoren. Quelle: EDGAR Community GHG Database.
- Abdeckung
- Daten für 203 Länder (2024)
- Einschränkungen
- Daten können für einige Länder 1-2 Jahre verzögert sein. Die Abdeckung variiert je nach Indikator.
Häufig gestellte Fragen
Ruanda — CO₂-Emissionen pro Kopf betrug 0,16 t CO₂e/Kopf im Jahr 2024, Rang #184 von 203 Ländern.
Ruanda — zwischen 1970 und 2024 änderte sich CO₂-Emissionen pro Kopf von 0,02 auf 0,16 (549.9%).
Nach aktuellen Schätzungen liegt der globale Durchschnitt der CO2-Emissionen pro Kopf bei etwa 4.700 kg pro Person und Jahr. Dieser Wert ergibt sich aus der Division der Gesamtemissionen aus der Verbrennung fossiler Brennstoffe und industrieller Aktivität durch die gesamte Weltbevölkerung, um den durchschnittlichen individuellen CO2-Fußabdruck widerzuspiegeln.
Die höchsten CO2-Emissionen pro Kopf werden beständig in kleinen, ressourcenreichen Nationen im Nahen Osten wie Katar und Kuwait sowie in hochindustrialisierten Ländern wie den Vereinigten Staaten und Australien beobachtet, wo energieintensive Industrien und ein hohes Maß an persönlichem Konsum vorherrschen. Ein zusätzlicher Faktor ist der hohe Energiebedarf für Entsalzung und Kühlung in ariden Regionen.
Es besteht ein starker historischer Zusammenhang zwischen dem Bruttoinlandsprodukt (BIP) pro Kopf eines Landes und seinen durchschnittlichen Kohlenstoffemissionen, da ein höheres Einkommensniveau in entwickelten und aufstrebenden Volkswirtschaften im Allgemeinen zu einem erhöhten Energieverbrauch für industrielle Produktion, Transport sowie Wohnraumbeheizung oder -kühlung führt.
Während territoriale Emissionen das innerhalb der Landesgrenzen produzierte CO2 erfassen, passen konsumbasierte Emissionen diese Summe an den internationalen Handel an, indem sie den CO2-Fußabdruck importierter Güter einbeziehen und Exporte ausschließen. Dies bietet eine genauere Darstellung der Umweltauswirkungen des Lebensstils einer Bevölkerung.
Dieser Indikator ist für die internationale Klimapolitik von entscheidender Bedeutung, da er eine Metrik zur Bewertung der Gerechtigkeit zwischen den Nationen bietet. Er ermöglicht die Erstellung von CO2-Reduktionszielen, die die Unterschiede im Energieverbrauch zwischen industrialisierten Bevölkerungen und jenen in Entwicklungsregionen anerkennen, die mehr Energie für ihr Wachstum benötigen.
Ruanda, CO₂-Emissionen pro Kopf — die Zahlen stammen aus der World Bank Open Data API, die Berichte von nationalen Statistikämtern und verifizierten internationalen Organisationen aggregiert. Der Datensatz wird jährlich aktualisiert, sobald neue Daten eintreffen, typischerweise mit einer Verzögerung von 1–2 Jahren.